Geschichtliches unserer Loge


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Unsere Schwesterloge
Johannisfreimaurerloge
“Zu den drei Schwertern und Astäa zur grünenden Raute”

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Freimaurer in Dresden

zu Freimaurer in Dresden

Tilman Vogel
1.2.2012

Chronik der Apfelloge

Lichteinbringung

Das freimaurerische Licht erhielt, d.h. gegründet wurde die Loge 1776 von Johann Samuel Petermann, Hofmeister und Vogel von Vogelsberg, Hofmaler??? der Grafen von Mengden auf Schloss Wildenfels bei Zwickau. Bereits zwei Jahre später nahm Petermann eine Stellung am Dresdner Hof als Prinzenerzieher an. Als dann, dem Ruf Petermanns folgend, weitere Brüder nach Dresden übersiedelten, folgte ihnen 1781, etwas ungewöhnlich, die gesamte Loge in die sächsische Hauptstadt. Dort wirkte seit 1738 bereits die Loge „Zu den drei Schwertern“. Um eine unwürdige Wettbewerbssituation zu vermeiden, vereinbarten die Neuankömmlinge mit der etablierten Loge eine brüderliche Zusammenarbeit mit voller Selbstständigkeit beider Logen. Dies hat sich bis in die heutige Zeit bewährt, wobei auch wirtschaftliche Interessen mitspielen: Gemeinsam errichteten und betriebenen die beiden Loge Schulen mit Internat und ins besonders das Freimaurerinstitut. 1837 erwarben die Schwesterlogen das Grundstück An der Herzogin Garten um darauf das Logenhaus nach einem Plan des Apfelbruders Gustav Hörnig zu errichten. Nach dem Verbot aller Freimaurer in Deutschland durch die Nazis 1935, der Zerstörung des Logenhauses beim ersten Luftangriff auf Dresden 1944, der Wiederaktivierung der Logen als Funktionsnachfolger nach der Wende, der Errichtung der Freimaurerstiftung durch die beiden Schwesternlogen und der Übertragung des Logengrundstückes auf diese Stiftung konnte sie das neue Logenhaus in der Hainstraße erwerben und den Logen eine Heimstatt bieten.

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Die Ruine des alten Logenhauses

Wirkungsstätten

Sachsen, das Stammland der Reformation und Aufklärung und Dresden, die Residenz des, seit 1697 wieder katholischen, aber dennoch äußerst liberalen Herrscherhauses, boten den Freimaurern ein besonders günstiges Wachstumsklima. Es gab einen, heute kaum vorstellbaren Andrang auf Aufnahme in die Logen. Zeitweilig sollen gleichzeitig fast 100 Bewerber auf der Warteliste gestanden haben. So wuchsen nicht nur die beiden Schwesterlogen, sondern auch - durch Neugründung oder Abspaltung - neu entstandene Logen. In der Blütezeit der Freimaurerei arbeiteten in Dresden in 22 Logen ca. 2.400 Brüder, wobei allein die Schwerter- und Apfellogen mit rund 1.700 Brüdernvertreten waren. Dresden entwickelte sich, neben der Hanse- und Hafenstadt Hamburg zu einer Hochburg der deutschen Freimaurerei. Als in den zwanziger Jahren die beiden Schwesternlogen vom Haus Wettin das Jagdschloss Rehefeld erwarben und zu einem Freimaurer Erholungs- und Schulungsheim umwandelten, wurde diese Position durch die dort gefassten, nach dem Ursprungsort genannten, Beschlüsse, die für die gesamte deutsche Freimaurerei wegweisend waren, weiter gefestigt. In der Apfelloge waren Künstler, Architekten, Fabrikanten und Bau- und andere Unternehmer besonders stark vertreten. Offiziere, Pädagogen und Beamte dagegen mehr in den anderen Loge. In den Logenhäusern traf man sich, man kannte sich und dieses Netzwerk half manchen Weg zu verkürzen.

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ein alter Stich des Logenhauses am Zwinger

Das bürgerschaftliche Engagement der Freimaurerlogen – sie gehören zu den ältesten bürgerschaftlichen Vereinen in Dresden - spiegelt sich in vielen Stiftungen wider: 1855 gründeten die Schwesterlogen die Schiller Stiftung mit Lotterie zur Versorgung von Kriegsopfern aus dem Krieg 70/71

Kinderarmut und Bildungsnotstand, dieses eng miteinander verwobene Problem gab es auch schon vor Jahrhunderten. Es stand nur nicht im Fokus der Öffentlichkeit, denn für ungebildete, ungelernte Arbeitskräfte bestand ein ständiger Bedarf. Aber weitsichtige Menschen nahmen sich auch da schon dieses Problems an: die Wettiner unter Kurfürst Moritz schufen 1545 für begabte Kinder jeglicher Herkunft die ersten Schulen mit Internat, die sogenannten Fürstenschulen - St. Afra in Meißen, St. Augustin in Grimma und Schulpforta bei Naumburg – in, nach der Reformation, aufgelösten Klöstern. (Sie werden seit der Wende als Landesschulen für Hochbegabte weiter geführt.) Die Dresdner Freimaurer errichteten 1772 in Dresden Friedrichstadt ein Heim und Schule für Mädchen und schließlich die freimaurerische Knabenerziehungs- und Lehranstalt, die später im Freimaurerinstitut in Dresden-Striessen aufging. Der wohl bekannteste Schüler war Johann Andreas Schubert, der später als Lehrer und Direktor des Instituts, als Begründer der späteren technischen Hochschule und als Unternehmer – erste deutsche Lokomotive Saxonin, Göltzschtalbrücke und erstes Flussdampfschiff – Industrie- und Wissenschaftsgeschichte in Sachsen schrieb. Die Kosten für diese große Anstalt – Schule mit Internat – waren so hoch, daß die Schwesterlogen sie nicht allein stemmen konnten; eine Loge aus Leipzig und „Die gekrönte Schlange“ aus Görlitz halfen entscheidend mit. 1935 wurde auch das Freimaurerinstitut von den Nazis geschlossen, heute beleben die Kreuzschüler den großzügig renovierten Schulkomplex.

Darüber hinaus hatten 40 Brüder - oder auch deren Witwen - den Logen Stiftungen zur Betreuung übergeben, aus deren Erträgen Kindern - vom täglichen Mittagstisch über Konfirmandenanzüge bis zu Stipendien an sächsischen Hochschulen - geholfen wurde.

Die neu gegründete Freimaurerstiftung setzt dieses bürgerschaftliche Engagement fort durch Förderung der Schönen Künste, Unterstützung sozialer Projekte aber auch durch Verschönerung unseres Umfelds.

Das Logenbijou

die Loge führte während der ersten 125 Jahre ihres Bestehens ein Logenzeichen in Dreiecksform und einfacher Struktur (wie im Banner zu sehen) War das Selbstverständnis darüber hinaus gewachsen? Zum 125. Stiftungsfest 1901 kreierten und stifteten zwei Brüder, Carl Ernst Grumbt, Holz- und Steinwarenhändler sowie Carl Robert Bruno Naumann, Nähmaschinenfabrikant, ein verändertes Logenzeichen. Die Firma „1. Dresdner Medaillen Münze“ stellte es her und besorgte auch 100 Jahre später den Abguss eines alten Originals in Feinsilber. Dieses Bijou tragen heute die Apfelbrüder bei ihrer Arbeit
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Das war ein kleiner Rückblick, heute finden in den neu aktivierten Logen ständig neue Herren –die Freimaurer sind nach wie vor ein reiner Männerbund- Zugang, um im vertrauten Kreis von Freunden brüderliche Gespräche zu führen. In Vortragsabenden und Diskussionen suchen wir Antworten auf die Fragen und Probleme unserer Zeit. Wiewohl wir – glücklicherweise – nicht mehr darauf achten müssen, dass unsere Gedanken nicht nach außen dringen, legen wir Wert auf eine gepflegte Diskussionskultur, geleitet vom Meister vom Stuhl (dem Vorsitzenden) oder seinem Vertreter.

Haben unsere Zeilen Ihr Interesse gefunden? Dann besuchen Sie uns doch einmal an unseren Gästeabenden!

 

Das Freimaurerinstitut

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Die heutige Kreuzschule

Die Loge Dresdner Freimaurerlogen, traten auch als Wohltätigkeitseinrichtung in Erscheinung, und unterhielt unter anderem das sogenannte Freimaurerinstitut. Es geht auf eine 1772 in der Friedrichstadt gegründete freimaurerische Knabenerziehungs- und Lehranstalt zurück, die 1801 eine Allgemeine Bürgerschule wurde. Diese Knabenschule vermittelte vor allem bürgerlich-humanistische Ideale. Im Jahre 1876 wandelte man sie in eine Realschule um. Bekannte Schüler waren Ferdinand von Rayski und Johann Andreas Schubert. Als Lehrer war hier beispielsweise Carl Heinrich Nicolai ab 1784 tätig. Auch Waisen und Kindern aus ärmeren Bevölkerungsschichten war der Schulbesuch auf Grund der Finanzierung durch eine angeschlossene Stiftung möglich. Nachdem in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts an der Eisenacher Strasse in Striesen ein Neubau entstanden war, zog die Schule dorthin um. Sie trug nun den Namen Stiftung Lehr- und Erziehungsanstalt für Knaben zu Dresden-Striesen - Freimaurerinstitut. In Folge des staatlich verordneten Verbots wurde das Gebäude mitsamt seines angeschlossenen Internats seit Mitte der 1930er Jahre nicht mehr durch die Freimaurer genutzt. Heute befindet sich hier die Kreuzschule.

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Aktuelles:

Nächster Gästeabend:

Mittwoch 28. März 2012
Vortrag und Informationsabend
Thema: Die Entstehung der Freimaurerei aus den spät- mittelalterl. Dombauhütten
20:00 Uhr im Logenhaus

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Links oben ist unser Bijou (Logenabzeichen) vor und rechts nach 1901 zusehen



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